die spielkameraden

Dark Souls The Board Game (2017, Dungencrawler, Steamforge Games)

Das Spiel ist schon etwas länger in meinem Besitz und wurde immer nur angetestet, um die Regeln zu festigen und zu verinnerlichen. Dark Souls the Board Game verspricht einem das Gefühl des bekannten Videogames zu vermitteln und dabei genauso hart in der Schwierigkeit zu sein. Ob das Spiel den Erwartungen entspricht, werdet ihr gleich erfahren.

Das erste was man zu sehen bekommt, wenn die Spielbox geöffnet wird. Ein erster Geschmack auf das, was noch kommen soll?

Worum geht es in Dark Souls?

Als Untoter und träger des Fluchs versuchen die Spieler das Schicksal der Welt in Ihre Hände zu nehmen und vor dem Untergang zu retten.

Jeder sucht sich eine der 4 Verfügbaren Klassen aus der Grundbox aus. Knight, Warrior, Herald und Assasin. Es kommen noch weitere Klassen in den Erweiterungen dazu.

Die Spieler versuchen dann sich durch mehrere Räume zu kämpfen und unterwegs Seelen zu sammeln die dann für bessere Ausrüstung und dem verbesseren von Attributen nötig sind. In jedem Raum gibt es eine neue Begegnungskarte mit verschiedenen Monstern und auch gelegentlich einer Schatzkiste. Wenn sich die Spieler ausreichend ausgerüstet haben geht es in den Bossraum bzw. in der Kampagne auch erst Minibossraum.

Klingt erstmal einfach und dass wäre es auch wenn das Spiel nicht Dark Souls heißen würde. Also nochmal im Detail.

Zu Beginn wird die Anzahl an Funken festgesetzt, diese richtet sich nach der Spieleranzahl. Bei unserem Spiel waren wir zu 3. und haben somit 3 Funken zu Beginn erhalten. Dieser Wert kann allerdings niemals überschritten werden, warum das vom Nachteil ist? Wenn alle Räume erkundet wurden und man möchte mehr Seelen sammeln bevor man den Boss versucht dann gibt man einen Funken um Signalfeuer aus und die Begegnungen sind wieder aufgefrischt. Dann darf man wieder auf Monsterjagd gehen. Sollte aber auch nur ein Spieler fallen dann verlieren alle gemeinsam. Dann kehren alle zum Signalfeuer zurück und es wird ein Funken ausgegeben. Haben die Spieler keine Funken mehr übrig ist das Spiel verloren.

Die Klassen fangen mit unterschiedlichen Grundausrüstungen und Attribut werten an. Jeder hat seine Vor- und Nachteile. Der Knight bekommt bei den Verteidigungswürfen mehr Würfel kann aber dafür nicht ausweichen. Der Assasin ist dagegen eher aufs Ausweichen fokussiert kann aber nicht gut Verteidigen. Es gilt also sehr Taktisch vorzugehen und die Monster genau zu studieren.

Sobald die Spieler einen Raum betreten wird die Begegnungskarte aufgedeckt. Je näher man dem Bossraum kommt desto Stärker werden die Begegnungen. Insgesamt gibt es 3 Schwierigkeitsstufen. Nach dem Monster und hindernisse aufgestellt wurden dürfen sich die Spieler am Eingang des Raums aufstellen auf sogenannten Knotenpunkten. Die Reihenfolge der Aktivierung ist immer gleich. Alle Monster, 1 Spieler, Alle Monster, 1 Spieler, Alle Monster, 1 Spieler usw. Die Spieler werden hierbei immer im Uhrzeigersinn aktiviert und der aktive Spieler erhält auch den Aggromarker. Hier sieht man schon die erste Härte des spiels. Da sich immer alle Monster aktivieren ist es besser man beratschlagt sich mit seinen Kampfgefährten. Die Monster folgen einem bestimmen Verhaltensmuster die auf der zum Monster passenden Verhaltenskarte beschrieben ist. Schützen zum Beispiel feuern immer auf den Spieler mit dem Aggromarker während sich die Nahkämpfer auf das nächste Ziel mit der höchsten Spottstufe stürzen.

Die Spieler erhalten immer pro Raum 2 Seelen je Spieler. Mit etwas Glück gibt es auch eine Schatztruhe auf der Begegnungskarte und es winkt als Belohnung 2 ausrüstungskarten für die Spieler. Auf den Ausrüstungen und Waffen sind verschiedenfarbige Würfel abgebildet die man beim Angriff oder der Verteidigung zur Verfügung hat. Die Würfel haben immer eine verschiedene Anzahl an Schwerten aufgedruckt die als Trefferpunkte oder Verteidigunspunkte zählen. Deshalb ist es ratsam den Weg bis zum Boss nicht nur einmal zu gehen, um mehr Ausrüstung zu erhalten die einem mehr und bessere Würfel geben.

Der Bosskampf selbst ist ebenfalls sehr hart aber verläuft Anfangs nach dem gleichen Muster. Zuerst werden die angegebene Anzahl an Verhaltenskarten gezogen (jeder Boss hat seine eigenen Verhaltenskarten) und diese werden dann immer in der selben Reihenfolge abgehandelt. Hier können die Spieler sich also darauf einstellen, was der Boss als nächstes macht, wenn sie denn aufgepasst haben! Allerdings wird der Boss ab einer bestimmten Anzahl von übrigen Lebenspunkten zornig. Ab hier wird eine Verschärfungskarte den Verhaltenskarten hinzugefügt und die Karten werden neu gemischt. Nun wird der Kampf härter und man muss sich erst die neue Reihenfolge merken, bis man wieder im richtigen Rhytmus ist. Das gibt dem Bosskampf aber auch die nötige Härte und kommt dem Computerspiel sehr nah. Am Ende des Kampfes (sollte man gegen den Boss gewinnen) winken neue Bossausrüstungen und mehr Seelen.

Fazit: Wir haben am Stück 12 Stunden gespielt und das mit einem Spieler der sonst nie am Brettspieltisch sitzt, aber das Spiel an der Konsole sehr viel gespielt hat. Uns hat es sehr gut gefallen. Das Brettspiel kommt dem eigentlichen Spiel sehr nahe. Die Schwierigkeit ist hoch aber machbar. Wir hatten zum teil Probleme die einfachen Begegnungen zu bestehen sind aber auch bei den Bosskämpfen zwei mal gescheitert. Das Feeling wird einem bereits in der Spielanleitung vermittelt und spiegelt sich auf dem Brett wieder. Die Anleitung kommt direkt mit 4 Szenarien aus dem Dark Souls Universum daher und die Erweiterungen bringen weitere mit sich, sowie 6 neuer Klassen zum spielen.

Was etwas störend ist, dürfte die lange Zeit sein, die man zum farmen der Seelen benötigt. Hier wurde das Brettspiel wiederum zu genau umgesetzt. Wer keine Lust hat, auf sein Würfelglück zu hoffen, sollte bei diesem Spiel einen großen Bogen drumherum machen. Denn wenn hier nicht 8 von 10 Würfeln passen wird es für die Spieler schwierig.

Der Wiederspielwert ist hier durch die vielen Szenarien definitiv gegeben, die man durchspielen kann. Aber auch Zufallsszenarien sind für eine einfache Runde durchaus spielbar. Unser „Nichtspieler“ fragte direkt nach einem neuen Termin für eine weitere Runde und auch wir sind von der Umsetzung des Spiels begeistert.

Wir werden euch berichten wenn wir das Spiel mit den Erweiterungen weiter gespielt habe.

Lieben Gruß Isi und Chris

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