Ersteindruck: Star Wars-Imperial Assault (2014, FFG, Justin Kemppainen/ Corey Konieczka/Jonathan Ying)

Ersteindruck: Star Wars-Imperial Assault (2014, FFG, Justin Kemppainen/ Corey Konieczka/Jonathan Ying)

Vorgeschichte zur Partie:
Dungeoncrawler im Weltall? Und dann noch mit Star Wars Thema? BGG Rating von 8,1? Hörte sich ja alles sehr vielversprechend an. Da Asmodee die deutsche Übersetzung für Imperial Assault (IA) einstellen wird, wurden zudem das sonst ziemlich teure Grundspiel und viele Erweiterungen vor Kurzem sehr günstig angeboten. Fehlte nur noch der passende Moment und die richtigen Mitspieler. Da unser Erklärbär glühender Star Wars Jünger (und im Grunde seines Herzens Talbetopper) ist, ergab sich eine günstige Gelegenheit, um diese Ikone einmal selber spielen zu dürfen.

Worum geht es bei IA (Thema)?
Thematisch spielen wir Mitglieder der Rebellenallianz die sich durch verschiedene Einsatzmission gegen das böse Imperium durchquesten müssen. Es gibt eine Hauptkampagne und diverse zufällig auswählbare Nebenziele, die während einem Szenario erfüllt werden können.

Wie funktioniert IA (Mechanik)?
Hier kann ich nur etwas zur Variante mit Appunterstützung schreiben, die wir ausprobiert haben. Dabei übernimmt die App die Steuerung und Verwaltung des Overlords (Imperium). Zunächst wählen die Spieler einen Charakter und erhalten die zugehörige Charakterkarte mit den individuellen Attributen für Gesundheit, Ausdauer und Geschwindigkeit. (Exkurs: Diese Charakterkarten erinnerten mich sehr stark an die Karten aus Talisman, da auch dort neben den Attributen die individuellen Spezialfähigkeiten abgebildet sind) Zusätzlich erhält jeder Charakter sein eigenes kleines Kartendeck, wovon jedoch zumindest am Anfang der Kampagne nur sehr wenige zum Einsatz kommen. Tja, und den Rest…erledigt die App! Klingt verrückt, ist aber so. Im Tutorial wird man Schritt für Schritt an die grundlegenden Mechanismen herangeführt. Allerdings entscheiden die Spieler immer noch (gem. dem „imperialen Gesetz“), wohin sich die gegnerischen Figuren bewegen. Auch das Würfeln wird komplett von den Spielern (auch für das Imperium) übernommen. Und so questet man sich durch die Anfangsmissionen, erhält Erfahrungspunkte und Credits, die schließlich für neue Ausrüstungen und oder Fähigkeiten ausgegeben werden können.

Was hat gefallen?
1. Die App-Steuerung
Gefällt mir wirklich gut! Bevor man sich durch das 43 Seiten starke Regelwerk durchquält, führt einen die App hier extrem gut und flüssig an die Grundregeln heran. Insbesondere Nicht-Expertenspieler wird hier der Einstieg leicht gemacht.
2. Die Thematik
Für Star Wars Fans ebenso wie bei SW Rebellion ein Genuss in die SW Welt abzutauchen. Man merkt bei den Autoren die Liebe zum Thema.

Was hat nicht gefallen?
Puristen unter den Freunden der analogen Unterhaltung wird die App sicherlich nicht zusagen. Das Gute ist, dass man sie dann einfach komplett weglassen kann. Allerdings muss sich dann jemand, der mit dem Spiel schon sehr vertraut ist, um die Steuerung und das Management des Imperiums kümmern. Dadurch wiederum fehlt vielleicht am Ende eines Abends das schöne Gefühl, gemeinsam die Welt…äh…das Universum gerettet zu haben, weil der Overlord in die Röhre gucken musste.

Würde ich es nochmal spielen?
Definitiv! Bin durch das Tutorial richtig heiß auf den weiteren Verlauf der Kampagne. Auch ein Blick in das mögliche Inventar (=neue/bessere Karten), dass käuflich im Laufe der Zeit zu erwerben ist, macht Lust auf mehr. Und welcher echte Rebell möchte nicht eines Tages Seite an Seite mit Luke gegen das Böse kämpfen?

Fazit
Star Wars – Imperial Assault lässt das Herz eines SW Fans höher schlagen. Bin ebenso begeistert, wie nach meiner ersten Partie von SW-Rebellion.

Hier wird während des Einsatzes eine Spezialfähigkeit (Sturmangriff) von Garkhan erklärt

Ein Gedanke zu „Ersteindruck: Star Wars-Imperial Assault (2014, FFG, Justin Kemppainen/ Corey Konieczka/Jonathan Ying)

  1. Ich hab zweieihalb Kampagnen hinter mir und das Spiel hat viel Bock gemacht. Leider war bei der letzten das Balancibg flöten, vermutlich weil wir zuviel Material gemischt hatten. Auf eine Kampagne mit App-Unterstützung hätte ich aber nochmal Bock, definitiv!

Kommentar verfassen